🧠 Degenerative Myelopathie (DM) beim Hund
Eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, bei der die Nervenbahnen im hinteren Rückenmark langsam zugrunde gehen.
🔬 Was passiert im Körper?
- Abbau der weißen Substanz im Rückenmark
- gestörte Signalübertragung zu den Hintergliedmaßen
- keine Schmerzen, aber zunehmende Lähmung
🐕 Typischer Verlauf
- Beginn meist ab 8–10 Jahren
- Unsicherer Gang hinten („schleifen“, Stolpern)
- Koordinationsverlust
- Schwäche → Lähmung der Hinterbeine
- später auch Vorderbeine & Blase betroffen
👉 geistig bleibt der Hund klar.
🧬 Wie wird DM vererbt?
DM ist genetisch bedingt und betrifft vor allem große Rassen (z. B. Schäferhund, Hovawart, Retriever).
Erbgang:
autosomal-rezessiv mit unvollständiger Penetranz
Bedeutung:
Genotyp Status
Bedeutung
N/N frei - kein Risiko, kein Träger
N/DM Träger - gesund, kann Gen weitergeben
DM/DM Risikogenotyp - kann erkranken, muss aber nicht
⚠️ Wichtig: unvollständige Penetranz
Nicht jeder Hund mit DM/DM wird klinisch krank.
Andere Faktoren (Alter, Umwelt, evtl. weitere Gene) beeinflussen, ob die Krankheit wirklich ausbricht.
🧪 Genetische Ursache
Mutation im SOD1-Gen (Superoxid-Dismutase 1) → Nervenzellen werden anfälliger für Degeneration.
🧩 Zusammenfassung
DM ist:
✔ neurodegenerativ
✔ schmerzlos, aber fortschreitend
✔ meist im Alter auftretend
✔ genetisch testbar
✔ rezessiv vererbt, aber nicht jeder Betroffene erkrankt